Rosen, Tulpen, Nelken

Im letzten Jahr bin ich schon einmal dagewesen und in diesem gleich noch einmal. Die Rede ist von der Insel Mainau im Bodensee. Beide Male war ich im Frühling da und beide Male habe ich die Rosen nicht in Blüte gesehen, was ich schon schade finde. Jedes Mal gehe ich an den Rosenbeeten vorbei und mehr als kahle Dornenbüsche ist nicht zu sehen. Dabei stelle ich mir diese wirklich schön vor.

Im Allgemeinen ist es so, dass ich Blumen nicht so sehr mag. Das könnte natürlich an meinem nicht vorhandenen grünen Daumen liegen. Ich habe mal einen Kaktus eingehen lassen, indem ich ihn zu wenig gegossen habe, was wohl eine große Kunst ist. Warum mein Ficus nach über 10 Jahren in meiner Betreuung noch lebt, ist mir ein Rätsel. Aber darum geht es jetzt nicht.

Ich habe von der Blumeninsel gelesen (oder vielmehr mein Vater hat mir davon erzählt). Da dachte ich mir als erstes: was soll ich denn auf einer Blumeninsel? Noch dazu im Frühling bei meinem Heuschnupfen. Keine Chance, habe ich mir gedacht. Und dann ist meine Neugier doch immer größer geworden und ich bin gefahren. Wie man dem ersten Satz dieses Posts entnehmen kann, ist es nicht bei einem Mal geblieben.

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Fakten
– Öffnungszeiten: täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
– Preise 2014:
– Erwachsene: 18 € (21.03. – 19.10.), 9 € (20.10. – 20.03.)
– Schüler/Studenten: 10,50 € (21.03. – 19.10.), 5 € (20.10. – 20.03.)
– Parkplatz: 4 €
– Homepage: Insel Mainau
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Mein Vater hat mir mal gesagt: „Wenn du zum Bodensee fährst, dann geh auch zur Insel Mainau.“ Also habe ich mich im Internet über den Weg und die Öffnungszeiten informiert. Bei den Öffnungszeiten bin ich dann leicht stutzig geworden. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das sieht man auch nicht alle Tage. Da aber die Sonne Mitte Mai so gegen halb sieben aufgeht, habe ich mich dazu entschieden, nicht gleich zur Eröffnung da zu sein. Stattdessen bin ich so losgefahren, dass ich gegen acht Uhr da sein konnte.

Am Eingang ist mir auch gleich eine Tafel aufgefallen, auf welcher auf die Minute genau eingetragen wird, wann die Sonne aufgeht und wann sie untergeht. Das wurde fein säuberlich mit Kreide eingetragen. So geht es schnell ab und kann praktisch jeden Tag neu eingetragen werden.

Um auf die Insel selbst zu kommen, muss man erst einmal über die Brücke. Dabei kann man sich aussuchen, ob man den Bus nimmt oder zu Fuß geht. Ich bin zu Fuß gegangen. Schließlich bin ich zum Wandern hingekommen. Es ist kein langer Weg. Wenn man schnell geht, ist man in zwei Minuten auf der Insel.

Dort angekommen wird man von dem Maskottchen der Blumeninsel begrüßt. Es ist die Blume, die oben auf dem Bild zu sehen ist. Ich finde die irgendwie niedlich.
Ich habe einen Rundgang um die ganze Insel gemacht. Da es noch sehr früh am Morgen war, war noch niemand anderes da. Ich konnte also viele schöne Bilder machen, ohne dass mir jemand ins Bild gelaufen ist. Etwas, was später am Tag nie möglich ist, da dann wirklich überall jemand steht. Am Morgen hat man die Insel aber für sich – wenn man von den vielen Gärtnern absieht. Davon gibt es nämlich wirklich viele. Bei den Massen von Blumen aber auch nur zu verständlich.

Ich finde es wirklich sehr schön da und wer viele verschiedene Blumen an einem Ort sehen will, sollte dort auf jeden Fall mal hingehen. Ein Schmetterlingshaus gibt es auch. Leider ist meine Kamera da drin immer so sehr beschlagen, dass ich keinerlei Fotos machen kann. Ist aber auch nicht so schlimm. Ich habe die Erinnerung. Das langt mir völlig.

Bis etwa Anfang Mai gibt es auch immer eine Orchideen-Schau. Da werden verschiedene Arten von Orchideen ausgestellt. Ich bin eigentlich nicht so der Fan von Orchideen, aber meine Mutter und auch meine Oma sammeln diese und genau aus dem Grund bin ich einfach mal reingegangen. Es lohnt sich wirklich. Es gibt mehr Arten, als ich mir das vorgestellt habe und auch eine, die es nur auf der Insel Mainau zu kaufen gibt. Tolle Sache.

Mein Tag auf der Blumeninsel hat eigntlich immer so um die Mittagszeit herum geendet. Dann wird es gerade bei schönem Wetter richtig voll und man hat eigentlich niergendwo mehr seine Ruhe. Das mag ich ja nicht so und verschwinde dann lieber.

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