Wasserfall & Herbstlaub


Ort: Rheinfall (Südliches Ufer mit Schloss Laufen)
Preise: CHF 5 pro Person
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Es war noch früher morgen. Der Nebel war sehr dicht und der Morgentau war noch auf dem Rasen. Ich saß im Auto in Richtung Schweiz – mal wieder. In den letzten Wochen habe ich genau das Land lieben gelernt, auch wenn ich vorher erst einmal da gewesen bin. Es ist als würde ich meine Sorgen einfach am Grenzübergang abgeben können. Leider bekomme ich sie wieder, sobald ich zurück nach Deutschland fahre.

Das soll jetzt aber nicht interessieren. Ich war auf dem Weg zum Rheinfall. In Reiseführern habe ich von diesem bereits viel gelesen, aber wie das nunmal so ist, den besten Eindruck bekommt man immer, wenn man etwas persönlich erlebt.

Man kann an den Rheinfall von zwei Seiten heran – vom nördlichen oder vom südlichen Ufer. Ich habe mich für das südliche Ufer und damit für Schloss Laufen entschieden. Im Nachhinein hat sich das als die richtige Entscheidung herausgestellt. Wie es auf der nördlichen Seite ist, weiß ich allerdings nicht.
Da es bereits Ende November war, konnten vom südlichen Ufer keine Boote mehr gebucht werden. Das machte mir allerdings gar nichts aus. An den Rheinfall kommt man schließlich trotzdem noch ran.


Nachdem man im Souvenir Shop den Eintritt gezahlt hat, kann es dann auch los gehen. Man muss einmal durch den Hof des Schlosses, um zum Erlebnispfad zu kommen. Man kann allerdings auch den Glaslift nach unten nehmen, wenn man nicht den Pfad nehmen möchte.

Was mir besonders zugesagt hat, ist die Tatsache, dass man sich mit Eintrittskarte frei auf dem Gelände bewegen konnte. Ein Scanner an verschiedenen Stationen registiert die Eintrittskarten. Und dann kann man durch die Schranke gehen.

Auf dem Erlebnispfad kommt man über mehrere Treppen auf immer wieder andere Plattformen, von wo aus man den Wasserfall betrachten kann. Einmal kommt man sogar durch eine Höhle in den Felsen auf eine Plattform ganz nah an den Rheinfall ran. Ich hätte wirklich nur noch die Hand ausstrecken müssen, um ins Wasser zu fassen.

Wenn man auf der Plattform ganz unten angekommen ist, steht man praktisch im Wasserfall. Das ist schon mal eine ganz tolle Erfahrung, die ich so auch noch nicht gemacht habe.


Das Erlebnis so nah an den Wasserfall heranzukommen hat aber auch andere Seiten. Zum einen ist es ziemlich laut, sodass man kaum etwas anderes als diese Wassermassen hören kann. Außerdem sollte man wasserfeste Klamotten anziehen. Wenn man nämlich zu nah rangeht, wird man schon ein bisschen nass.

Später bin ich mit dem Glaslift dann zurück nach oben gefahren und dort dann in das Museum, welches Historama genannt wird. Über zwei Etagen wird dort die Geschichte des Rheinfalls und Schloss Laufen erzählt. Und wenn ich erzählt schreibe, meine ich auch genau das.

Es gibt eine genaue Reihenfolge, in der man durch das Museum geht. Die Portraits erzählen dort die Geschichte. Weitere Informationen erhält man dank der Tafeln an der Wand. Auch gibt es Situationen aufgebaut, durch die man die Geschehnisse miterleben kann.


Ich habe so eine Erfahrung noch nicht gemacht und fand das wirklich sehr interessant. So macht selbst das langweiligste Museum Spaß.
Für alle die gern wandern gehen, kann ich nur empfehlen einem der vielen ausgeschilderten Wanderwege zu folgen. Diese befinden sich überall um das Schloss laufen herum.

Ich habe mich für einen Weg entschieden, der direkt am Wasser entlang führte. Es ist eine wirklich schöne Gegend und im Herbst geradezu malerisch, wie das Foto sicherlich beweist.

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